Eurotax feiert Jubiläum und verleiht die EurotaxAwards 2017

Eurotax feiert Jubiläum und verleiht die EurotaxAwards 2017


Rückblick auf das 30. Eurotax Branchentreffen

Am 27. September 2017 empfing Eurotax Schweiz die Top-Kader der Schweizer Automobilwirtschaft zum Jubiläumsanlass seines Branchentreffens. Rund 450 Vertreter von Importeuren, Händlern und Garagisten sowie Exponenten aus Politik, Wirtschaft und Verbänden waren der Einladung ins Seminar- und Kongresshotel Seedamm Plaza in Pfäffikon (SZ) gefolgt. Martin Novak, seit August 2017 Managing Director von Eurotax in der Schweiz, eröffnete die 30. Durchführung des von Helmuth H. Lederer 1987 ins Leben gerufenen Networking-Anlasses. Im Verlaufe der Abendveranstaltung wurden zum zweiten Mal die wertbeständigsten Personen­wagenmodelle sowie erstmals auch der beste Gebrauchtwagenhändler der Schweiz mit einem EurotaxAward ausgezeichnet.

Bilder und Impressionen finden Sie in der Fotogalerie der A&W.

Interviewt von der eloquent durch den Abend führenden Beatrice Müller, Journalistin und Ex-Moderatorin der Schweizer Tagesschau, erläuterte Martin Novak, Managing Director von Eurotax Schweiz, zunächst die Notwendigkeit der alle Geschäftsbereiche durchdringenden Digitalisierungsstrategie im eigenen Unternehmen. Im Verlaufe des Jahres hatte man sich bei Eurotax unter anderem von allen traditionellen Print-Produkten verabschiedet und diese durch neue digitale Produkte ersetzt. In Kombination mit den enormen Investitionen der letzten Jahre, mit denen man die Datenqualität und die Methodik auf ein neues Level anhob, ermöglicht dieser Transformationsprozess, dass Eurotax-Kunden für ihre Gebrauchtfahrzeug­bewertung oder für die Reparaturkalkulation auch in Zukunft zu jeder Zeit die bestmöglichen Daten zur Verfügung gestellt bekommen. Angesichts der hohen Digitalisierungsgeschwindig­keit und der anhaltenden Veränderungsprozesse glaubt Martin Novak gleichwohl an die Wichtigkeit des persönlichen Austausches, weshalb man am analogen Branchentreffen fest­halten wolle.

Gastreferat: Aktuelle Schadentrends – wie sich der Handel darauf einstellen kann

Auch in der Automobilindustrie schreitet die Digitalisierung rasch voran. Die zunehmende Vernetzung und Automatisierung verbessert dabei insbesondere die Qualitäts- und Sicherheitsstandards von Fahrzeugen. Auch neue Funktionen wie intelligente Assistenz­systeme nehmen laufend zu und mit ihnen die Reparaturkosten neuer Fehlerquellen. In Letzteren sieht Gastreferent Axel Berger, Vorstandsvorsitzender der CG Car-Garantie Versicherungs-AG, viel Potenzial für einen Mehrwert generierenden Austausch zwischen Händlern oder Garagisten und ihren Kunden. In seinem Referat präsentierte er Ergebnisse einer jährlichen Schadenauswertung von CarGarantie, für die jeweils rund eine Million ausgelaufene Neuwagen-Anschluss- und Occasions-Garantien analysiert werden. Die Auswertung dokumentiert, welche Bauteile am häufigsten von Defekten betroffen sind, für welche Komponenten die kostenintensivsten Reparaturen anfallen und zu welchem Zeitpunkt im Occasions- und Neuwagenbereich die meisten Schäden zu erwarten sind.

Abgesehen von wichtigen Marktdaten für die angebotenen Versicherungsprodukte liefert die Auswertung vor allem Händlern und Garagisten wichtige Erkenntnisse. Denn im Aftersales-Bereich sollte es ihr Ziel sein, Kunden teure Reparaturkosten zu ersparen. Mit dem Verkauf von Garantieprodukten können finanzielle Überraschungen abgesichert werden. Sie verhelfen zu einer nachhaltigen Kundenbindung und wichtigen Ertragsmöglichkeit. Mit den vorliegenden Studienergebnissen liegen hierfür überzeugende Argumente vor.

Verleihung der EurotaxAwards 2017

Wertigkeit stand auch im Zentrum des EurotaxAwards, der 2016 erstmals verliehen worden ist. Für die Auszeichnung als wertbeständigste Personenwagen der Schweiz wurden 3-jährige Fahrzeuge (Produktemix aus der jeweiligen Modellreihe) mit einer Kilometerleistung von 50’000 KM berücksichtigt, die in den zurückliegenden 3 Monaten signifikant oft gehandelt wurden.

In die Schlusswertung für den zum zweiten Mal verliehenen EurotaxAward schafften es die jeweils drei wertstabilsten Gebrauchtwagen in den drei wichtigsten Consumer-Kategorien City, Business und SUV. Moderiert von Beatrice Müller und Matthias Bischof, Sales & Marketing Director bei Eurotax Schweiz, wurden diejenigen Fahrzeuge prämiert, die als dreijährige Gebraucht­wagen gemäss Eurotax-Marktanalyse den geringsten Wertverlust aufweisen.

EurotaxAward 2017 für die wertbeständigsten Personenwagenmodelle der Schweiz

Kategorie

Rang 1

RW

Rang 2

RW

Rang 3

RW

City Suzuki Swift 51.9 Škoda Fabia 50.4 Audi A1/S1 49.8
Business Škoda Octavia 50.0 BMW 4er Gran Coupé 47.9 Audi A5 47.0
SUV Porsche Macan 60.7 Range Rover Sport 55.1 BMW X4 54.8

Für die Auswertung berücksichtigt wurden 3-jährige Gebrauchtwagen mit einem signifikanten Angebots- und Verkaufsvolumen, serienmässiger Ausstattung sowie einer Fahrleistung von 50’000 km. Angabe der Restwerte (RW) in Prozent der Listenpreise 2014.

Neu wurde erstmals auch der beste Gebrauchtwagen-Händler der Schweiz gesucht und prämiert. In die engere Auswahl kamen grundsätzlich alle Händler, die in den zurückliegenden zwölf Monaten mindestens 100 Fahrzeuge online verkauft haben und eine angemessene Preispolitik verfolgen.

Für diesen EurotaxAward wurden auf Händlerseite zusätzlich das Fuhrparkmanagement (Ein­preisung der Fahrzeuge, durchschnittliche Preisanpassungen pro Monat sowie Inseratetage), Umsatzfaktoren (durchschnittliche Angebotstage sowie durchschnittliche Preisdifferenz zum Spotpreis) sowie eine gewichtete Kombination aus Inserateanzahl und Lagerumschlag ausge­wertet. Zusätzlich mussten die berücksichtigten Occasionsfahrzeuge spezifische Kriterien in Bezug auf Alter, Preis, Fahrleistung und Angebotstage erfüllen.

 EurotaxAward 2017 für den besten Gebrauchtwagen-Händler der Schweiz

Rang 1

Rang 2

Rang 3

AMAG Occasions Center Zürich AutoHelvetia.ch GmbH Garage de l’Etoile SA

Für die Auswertung wurden ausschliesslich 1,5- bis 8-jährige Gebrauchtwagen im Preisrahmen von 5’000 bis 150’000 Franken, mit 10 bis 400 Angebotstagen sowie einer Fahrleistung zwischen 5’000 und 200’000 km berücksichtigt.

 Impulsreferat: Leben, Arbeiten und Fortbewegen im Jahr 2027

Zum Abschluss des diesjährigen Branchentreffens nahm der Trend- und Zukunftsforscher Lars Thomsen die Gäste mit auf eine Reise in die nahe Zukunft. Zu Beginn wies er darauf hin, dass Menschen gemeinhin überschätzen, was in einem Jahr zu schaffen sei. Sie unterschätzen aber auch, wie viele Veränderungen in den kommenden zehn Jahren respektive 520 Wochen zu sehen sein werden. Trend- und Zukunftsforscher machen sich deshalb auf die Suche nach sogenannten Umbruchpunkten oder Tipping-Points, die unser Leben, unsere Arbeit und die Art und Weise, wie wir uns fortbewegen, unumkehrbar verändern werden. Umbruchpunkte bezeichnen jenen Moment, an dem eine bis dahin lineare Entwicklung durch bestimmte Rückkopplungen abrupt abbricht, die Richtung wechselt oder stark beschleunigt. Umbruchpunkte entfalten sich eruptiv und deshalb für viele Beobachter vermeintlich überraschend. Viel bequemer ist es daher, schleichende Veränderungsprozesse erst einmal abwartend zu beobachten. Dies geschieht fatalerweise oft so lange, bis es selbst für ehemalige Marktführer oder industrielle Schwergewichte zu spät ist, sich den zwischenzeitlich veränderten Marktverhältnissen anzupassen. Zur Veranschaulichung dieses Konfliktes verwies Lars Thomsen auf das „Dilemma of the frog“, welches wohl über den Tag hinaus bei manchem Gast des Branchentreffens in Erinnerung bleiben wird, wenn sich wieder einmal die Frage stellt: Können wir (noch) aktiv handeln oder müssen wir uns (bereits) mit den veränderten Fakten arrangieren?

Beim anschliessenden Stehdinner diskutierten die Teilnehmer des Branchentreffens mit bekannten und neuen Kontakten angeregt über die Denkanstösse von Lars Thomsen zur Zukunft von Arbeit und Mobilität und damit letztlich auch über ihre eigene Industrie. Die nächsten 520 Wochen werden zeigen, wie viel Visionäres des gestrigen Abends bis 2027 tatsächlich Realität sein wird.

 


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